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NSG Rudolfshagen

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Erstausweisung: 1978
Stadt: Waldeck (Höringhausen)
MTB 4719 u. 4619
Schutzgrund: Zool
Größe: 74,80 ha

 

Pressebericht HNA vom 12.11.2012: Waldameisen haben es schwer - Lebensraum im Naturschutzgebiet Rudolfshagen hat sich stark verändert


Lage und Besonderheiten
Das Gebiet liegt als geschlossenes Waldstück (überwiegend Fichten) mitten in der Feldflur zwischen Höringhausen und Ober-Waroldern. Große Bereiche wurden bis ins späte Mittelalter landwirtschaftlich genutzt. Die Althölzer sind 70 bis 100 Jahre alt.

 

Erstmals wurde mit dem Rudolfshagen ein Naturschutzgebiet allein wegen eines bedeutenden Insektenvorkommens unter Naturschutz gestellt. Hier befindet sich eines der größten Vorkommen der Kleinen Roten Waldameise (Formica polyctena) in Mitteleuropa. Im Jahr 1977 ergab eine Zählung des Höringhäusers Friedrich Sauer eine Zahl von 251 besiedelten und 96 verlassenen Ameisen-Nestern. Das größte Nest hatte eine Höhe von 2,4 Metern und einen Bodenumfang von 16,5 Metern. Friedrich Sauer initiierte auch die Ausweisung dieses Gebietes als NSG.

 

Das außergewöhnliche Ameisenvorkommen existiert seit dem zweiten Weltkrieg. Seine Entstehung wurde anscheinend durch zahlreiche Grenzlinien (Wege und Bestandsränder) begünstigt, da die perlenkettenartige Anordnung der Hügel im Zentrum des Gebietes diesen Rändern folgt. Bei einer 2002 durchgeführten Kartierung von Teilflächen des Gebietes konnte kein Rückgang des Bestandes gegenüber früheren Kartierungen festgestellt werden. Mit den natürlichen und nutzungsbedingten Waldstrukturänderungen im Nadelholz werden sich allerdings auch die Lebensbedingungen für die Waldameisen ändern.

 

Besucherhinweise:
Man folgt der Straße von Höringhausen in Richtung Ober-Waroldern. Nach einem Kilometer vom Ortsrand aus gelangt man zu der südlichen Waldecke des NSG auf der rechten Straßenseite. Hier befindet sich ein kleiner Parkplatz mit einer Info-Tafel. Längs durch das Gebiet führt der Elbe-Twiste-Weg (in diesem Bereich zugleich H 2), an dem viele eindrucksvolle Ameisenhügel stehen. Kurz vor der Wegekreuzung an der Kamphütte finden sich mehrer große Nester mitten in einem Douglasien- und Fichtenbestand.

 



 

 

Kurzübersicht Tier- und Vogelwelt

Da Raupen neben Honigtau als Hauptnahrung der Ameisen dienen, sind Schmetterlinge mit bisher 41 gefundenen Arten relativ schwach vertreten. Häufige Charakterart ist der Faulbaumbläuling.

 

Beim Durchstreifen des Gebietes kann man auch bemerkenswerte Vogelbeobachtungen machen, so z. B. 2006: Rotmilan, Baumfalke, Grauspecht und Baumpieper.

 

Klicken Sie auf die Miniaturen, um sie zu vergrößern.

 

 

Genauere Informationen zu

Flora, Fauna und Insektenwelt

des NSG Rudolfshagen finden Sie

auf den Seiten 137 - 138 in:
„Naturschutzgebiete in Hessen“, Band 4:

Waldeck-Frankenberg und Nationalpark Kellerwald-Edersee

 

 

externer Link:
Ameisen-Wiki (Enzyklopädie zum Thema Ameisen)

 

 

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