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NSG Grotenberg bei Welleringhausen

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Erstausweisung: 1992
Gemeinde: Willingen (Welleringhausen)
MTB 4718
Schutzgrund: Bot, Zool
Größe: 17,6 ha

 

Lage und Besonderheiten
Am Südhang des Grotenbergs bei Welleringhausen sind auf einer Fläche von zehn Hektar bodensaure Magerrasen erhalten. Sie sind für ausgehagerte Diabasstandorte am Ostsauerländer Gebirgsrand charakteristisch.

 

Das NSG liegt in Dorfnähe in nördlicher Richtung. Oberflächlich stehen am Grotenberg schieferartige Diabastuffe an, die als Schalstein bezeichnet werden. Die hier ausgebildeten Silikat-Magerrasen sind in den hessischen Mittelgebirgen stark gefährdet.

 

Am Grotenberg fand früher eine extensive Beweidung durch Schafe statt. Ende der 1950er Jahre wurde der Oberhang mit Fichten bepflanzt.

 

Besucherhinweis:
Von Welleringhausen aus geht man 250 m auf der Kreisstraße in Richtung B 251 und biegt dann rechts zur Südwestecke des Gebiets ab. Am Grotenberg führt auch der Uplandsteig vorbei.

 

 

 

 

Kurzübersicht Pflanzenwelt
Der Kernbereich des NSG wird von kräftigen Horsten des Trifthafers geprägt. Charakteristische Begleiter sind die weidefesten Arten Kriechende und Dornige Hauhechel, sowie Stengellose Kratzdistel.

 

Weitere Magerrasen-Arten: Knolliger Hahnenfuß, Kleiner Wiesenknopf, Frühlings-Fingerkraut und Frühlings-Segge.

 

Saure Bodenverhältnisse zeigen z. B. Kleiner Ampfer und Feld-Hainsimse. Als Leitart gilt die Heide-Nelke, die in hoher Dichte vorkommt.

 

An verschiedenen Stellen tritt das anstehende Gestein kleinflächig zutage oder wird nur von einer dünnen Krume bedeckt. Entsprechende Sonderstandorte sind auch durch die Anlage des Wirtschaftsweges im oberen Hangbereich entstanden.

 

In den lückigen Fels- und Schotterpartien wachsen aspektbildend Hasen-Klee, Scharfer Mauerpfeffer und Stein-Quendel.

 

Insgesamt wurden im NSG 163 Gefäßpflanzenarten festgestellt.

 

Auf den Felsen sind Flechten wie verschiedene Rentierflechten und Schildflechte weit verbreitet.

 

Detaillierte Informationen zu den Vegetationseinheiten finden Sie in "Naturschutzgebiete in Hessen" Band 4 (Seiten 130-131).

 

 

Kurzübersicht Tier- und Vogelwelt
Charakteristische Vogelarten sind Neuntöter, Raubwürger und Dorngrasmücke.

 

Neben sechs Heuschreckenarten, darunter der seltene Warzenbeißer, von dem bisher nur drei Vorkommen im Kreis bekannt sind, wurden elf Schmetterlingsarten nachgewiesen.

 

Im Rahmen der Pflegemaßnahmen sind zum Teil Fichten zurückgenommen worden und es findet eine extensive Beweidung mit Heidschnucken statt.

 


Klicken Sie auf die Miniatur, um sie zu vergrößern.



Genauere Informationen zu

Flora, Fauna und Insektenwelt

des Naturschutzgebietes finden sich

auf den Seiten 130 - 131 in:
„Naturschutzgebiete in Hessen“, Band 4:

Waldeck Frankenberg und Nationalpark Kellerwald-Edersee

 

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