NSG Nitzelbachtal

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Erstausweisung: 1995
Stadt: Battenberg
Gemeinden: Bromskirchen, Allendorf
MTB 4917
Schutzgrund: Bot, Zool
Größe: 84 ha (Zone I: 48 ha, Zone II: 36 ha)
Teil von FFH-Gebiet „Obere Eder" Nr. 4917-350


Lage und Besonderheiten

Das Gebiet liegt in einem der Nebentäler der Eder am Ostrand des Rothaargebirges. Es gliedert sich in zwei Schutzzonen.

 

In der Schutzzone I mit botanisch besonders wertvollen Flächen besteht Düngemittelverbot, Mahd (ab 1. Juli) und Beweidung (nicht vom 1. Dezember bis 30. Juni) sind zeitlich eingeschränkt.

 

In der Zone II ist eine extensive Landwirtschaft mit Einsatz von mineralischen Düngemitteln, Stallmist und ganzjähriger Beweidung möglich. Die Mahd erfolgt erst nach dem 20. Mai.

 

Das NSG repräsentiert ein besonders charakteristisches und gut ausgestattetes Waldwiesental der deutschen Mittelgebirge mit sehr naturnahen Bachsystemen, artenreichen Frisch-, Feucht- und Mager-Grünlandgesellschaften sowie vielgestaltigen Waldrandstrukturen. Der Erhalt naturnaher Fließgewässer und ihrer Auen ist vorrangiges Schutzziel.

 

Der Bach weist eine gute bis sehr gute Wasserqualität auf (Güteklasse I bis II). Die Gewässerstrukturgüte beträgt in manchen Bereichen II bis V (stark verändert), liegt jedoch im Oberlauf überwiegend im Bereich der Güteklasse I bis II.

 

Besucherhinweis:

Vom Bromskirchener Ortsteil Neuludwigsdorf aus kann man das Nitzelbachtal gut erreichen.

 

 


 

 

Kurzübersicht Tierwelt

Alle drei charakteristischen Vögel der Bergbäche brüten hier: Wasseramsel, Gebirgsstelze und an wechselnden Stellen der Eisvogel. Der Schwarzstorch ist Brutvogel im Einzugsbereich der Bäche, in denen er auf Nahrungssuche geht.

 

Die gute Wasserqualität der Bäche im oberen Edertal wird durch charakteristisch Arten der Fauna angezeigt. In allen Bächen leben Groppe und Bachforelle.

 

Sieben Amphibienarten sind aus den Bachtälern bekannt: Feuersalamander, Faden- und Bergmolch, Erdkröte, Geburtshelferkröte, Kreuzkröte und Grasfrosch.

 

Die Schmetterlingsfauna ist durch Arten der feuchten Waldwiesen und Waldsäume des Berglands charakterisiert. eine Besonderheit stellt der auf Feuchtwiesen und an Moorrändern lebende Lilagold-Feuerfalter dar. Seltene Arten sind weiterhin Dukaten-Feuerfalter, Großer und Feuriger Perlmuttfalter, Silberfleck- und Braunfleckiger Perlmuttfalter sowie Rundaugen- und Weißbindiger Mohrenfalter.

 

Die Gebänderte Prachtlibelle ist überall anzutreffen, vereinzelt auch die Zweigestreifte Quelljungfer (beides charakteristische Fließgewässerarten).

 

Hier vorkommende gefährdete Arten sind Sumpf-Grashüpfer und Rote Keulenschrecke. Die im Kreisgebiet nur regional vorkommende Rote Keulenschrecke ist in den Bachtälern des hess. Rothaargebirges weit verbreitet.

 


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Genauere Informationen zu

Flora, Fauna und Insektenwelt

des Naturschutzgebietes finden sich

auf den Seiten 185 - 188 in:
„Naturschutzgebiete in Hessen“, Band 4:

Waldeck Frankenberg und Nationalpark Kellerwald-Edersee

 

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